Fragen und Antworten rund um den FriedWald Schöcklland

Wie erkenne ich einen FriedWald? Welche Grabarten gibt es? Wie sieht ein Baumgrab im FriedWald aus? Diese Fragen und viele mehr stellen sich viele Menschen, die sich mit FriedWald beschäftigen. Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Bestattung in der Natur. Die Fragen sind verschiedenen Kategorien zugeordnet.

FriedWald, ein Friedhof im Wald

Wie erkennt man, dass der Wald ein FriedWald ist?

Beim FriedWald Schöcklland handelt es sich um einen nach öffentlichem Recht genehmigten Friedhof. Eine Waldinformationstafel am Parkplatz weist auf den FriedWald hin und kennzeichnet die ausgewiesene Waldfläche für die Bestattung in der Natur. Auch markieren oft kleine Hinweisschilder die Grenzen eines FriedWald-Standortes.

Die Bäume, die im FriedWald als Bestattungsplätze zur Verfügung stehen, sind durch farbige Bänder gekennzeichnet. Bäume, an denen bereits Menschen ihre letzte Ruhe gefunden haben, zieren Namenstafeln.

Gibt es im FriedWald Schöcklland Grabsteine und Grabschmuck oder Grablichter?

Es gehört zum FriedWald-Konzept, dass die Natur die Grabpflege übernimmt. Grabschmuck ist im FriedWald nicht gestattet, denn Blumengestecke, Kränze und Kerzen passen nicht in die natürliche Umgebung des Waldes. Stattdessen zieren – je nach Jahreszeit – Buschwindröschen, buntes Laub oder funkelnde Schneekristalle die Baumgräber im FriedWald. Natur und Wald fangen die Trauer auf: Das Zwitschern der Vögel, das Rauschen der Blätter im Wind oder das Knacken der Äste spenden Trost. Meistens weist eine Namenstafel darauf hin, dass hier jemand an einem Baum ruht.

Ist die Beisetzung in einem FriedWald Schöcklland anonym?

Beisetzungen im FriedWald sind nie anonym, da jeder Baum mit einer Baumnummer versehen und in ein Baumregister eingetragen ist.

In den meisten Fällen macht eine Namenstafel am Baum auf die Grabstätte aufmerksam. Auf dieses Namensschild kann aber auch verzichtet werden, was aber nicht bedeutet, dass es sich dann um eine anonyme Beisetzung handelt. Denn das Baumgrab ist über den Eintrag im Baumregister für die Angehörigen jederzeit auffindbar.

Der FriedWald ist ein Ort, an dem Angehörige und Freunde trauern können.

Ist der FriedWald Schöcklland naturreligiös?

Nein, FriedWald ist weltanschaulich neutral. FriedWald ist offen für alle Konfessionen und für Menschen ohne Bekenntnis.

Gibt es „Öffnungszeiten“ im FriedWald Schöcklland?

Öffnungszeiten im FriedWald gibt es keine. Das Betreten der Flächen wird laut Forstgesetz geregelt und ist jederzeit auf eigene Gefahr gestattet. Bei Sturm, Gewitter oder starkem Schneefall ist der FriedWald aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Kann ich im FriedWald Schöcklland einfach so spazieren gehen?

Der FriedWald Schöcklland ist ein wunderschöner Wald mit Spazier- und Wanderwegen. Der Wald dient vielen Menschen als Ort der Erholung. Sie können mit der Familie und mit einem Hund jederzeit durchspazieren. Lediglich das Verhalten der Besucher sollte der Würde des Ortes angemessen sein.

Ist ein FriedWald-Besuch mit Hund möglich?

Das Mitführen von Hunden im FriedWald ist erlaubt. Aus Rücksicht auf andere Besucher bitten wir Hundebesitzer, ihre Vierbeiner im FriedWald an der Leine zu führen. Ihr Hund darf auch bei Beisetzungen mitgeführt werden.

Beisetzungen von Hunden oder anderen Tieren im FriedWald sind nicht gestattet.

Fragen und Antworten zum Thema Vorsorge im FriedWald Schöcklland

Ich habe mich für den FriedWald Schöcklland entschieden. Was muss ich tun?

FriedWald ist auch ein Vorsorgekonzept. Ein Großteil der Interessenten sucht sich bereits zu Lebzeiten den geeigneten Baum aus und schließt einen Vertrag mit FriedWald ab. Rufen Sie uns an zur Vereinbarung eines indivduellen Termins zur Baumauswahl.

Wenn Sie die Regelung Ihrer Beisetzung hingegen Ihren Angehörigen überlassen wollen, formulieren Sie am besten Ihre Wünsche schriftlich und hinterlegen Sie das Schriftstück bei Ihren persönlichen Dokumenten.

Wie funktioniert das Nutzungsrecht, wenn ich mir zu Lebzeiten einen Platz/Baum kaufe?

Mit der Unterzeichnung und Rücksendung des Vertrages erwerben Sie das Nutzungsrecht für den Platz/die Plätze/den Baum im FriedWald. Dieses Nutzungsrecht beginnt ab Vertragsunterzeichnung und endet bei einem Baum im FriedWald nach 99 Jahren ab Eröffnung des FriedWald-Standortes. Beim Erwerb eines Platzes im FriedWald endet das Nutzungsrecht 25 Jahren nach der Beisetzung.

Kann ich das Nutzungsrecht verlängern?

Beim Platz im FriedWald kann das Nutzungsrecht nach Ablauf der 25 Jahre durch Wiederkauf verlängert werden.

Wenn alle Plätze an meinem Baum belegt sind, kann ich eine weitere Urne dort beisetzen?

Falls bereits vor Ablauf des Nutzungsrechtes alle Urnenplätze belegt sind, ist es nicht möglich eine weitere Urne dort beizusetzen. Jeder Platz wird nur einmal belegt. Sie haben die Möglichkeit kostenpflichtig einen weiteren FriedWald-Baum auszuwählen.

Wie können meine Angehörigen, nach meinem Tod, das FriedWald-Grab verwalten?

Der FriedWald-Vertrag wird weitervererbt. Das Erbrecht wird von Ihnen testamentarisch geregelt und Ihr Erbe wird unser neuer Vertragspartner. Sie haben aber auch die Möglichkeit bei der Vorsorge einen zweiten Vertragspartner eintragen zu lassen. Im FriedWald Schöcklland haben Sie auch die Möglichkeit, mit dem beiliegenden Bevollmächtigungsformular die Vollmacht Ihres Baumens zu übertragen.

Zahlt der Wiener Verein mein FriedWald-Grab?

Der Wiener Verein ist eine Sterbeversicherung, die nur im Todesfall die Beisetzungskosten übernimmt. Wenn Sie diese Versicherung abgeschlossen haben, werden im Rahmen der Versicherungsleistung sämtliche Ausgaben bis zur Höhe der Versicherungssumme einschließlich der Gewinnanteile beglichen. Ein FriedWald-Baumgrab kann im Todesfall ebenfalls bei der Versicherung eingereicht werden.

Was passiert nach den 99 Jahren mit dem FriedWald?

Der FriedWald wird auch nach Ablauf der 99 Jahre ein Ort der Trauer und des Gedenkens bleiben.

Kann ich meinen gewählten Baum im FriedWald tauschen?

Sofern noch keine Beisetzung erfolgt ist, ist ein Baumtausch sowohl innerhalb eines FriedWald-Standortes, aber auch zwischen verschiedenen FriedWald-Standorten in Österreich gegen eine Gebühr jederzeit möglich.

Kosten einer Beisetzung im FriedWald Schöcklland

Wie setzen sich die Kosten einer FriedWald-Beisetzung zusammen?

Die Kosten setzen sich aus zwei Positionen zusammen:

  • den Kosten für eine Einzelruhestätte (Platz) bzw. einen Baum im FriedWald; diese Kosten entstehen bei Abschluss des Vertrags über ein FriedWald-Naturgrab
  • den Beisetzungskosten, die erst im Trauerfall zu entrichten sind. Diese belaufen sich derzeit auf einheitlich 310 Euro je Beisetzung.

Weitere Kosten können bei Bestellung einer Namenstafel anfallen. Hier finden Sie nähere Informationen zu den Namenstafelkosten.

Weitere Kosten im Zusammenhang mit der Beisetzung entstehen in der Regel durch die von Ihnen in Anspruch genommenen Leistungen eines Bestatters (Behördengänge, Kremation etc.). Wir empfehlen Ihnen, hierzu einen detaillierten Kostenvoranschlag von dem Bestatter Ihrer Wahl einzuholen.

Wie kann ich meinen Baum bezahlen?

Sie müssen Ihr Baumgrab in einem einmaligen Betrag nach Abschluss des Vertrages direkt an die Firma FriedWald zahlen. Wir beraten Sie gerne.

Service im FriedWald Schöcklland

Wie und wann kann ich den FriedWald Schöcklland erreichen?

Unser Kundenservice steht Ihnen für alle Fragen rund um FriedWald zur Verfügung. Sie erreichen uns telefonisch unter 03117 39030 oder per E-Mail an info@friedwald-schoecklland.at

Egal ob Sie erste Informationen anfordern, sich für eine Waldführung anmelden, einen Baumauswahltermin vereinbaren möchten oder Fragen im Trauerfall haben: Wir sind montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr für Sie erreichbar.

Fragen und Antworten zum Thema Beisetzung

Welche Grabarten gibt es?

Im FriedWald gibt es die Möglichkeit, das Nutzungsrecht für einen Baum mit mehreren Plätzen oder für einzelne Plätze zu erwerben. Mehr Informationen finden Sie hier: Kosten.

Wie sieht ein FriedWald-Baumgrab genau aus?

Die Baumgräber im FriedWald Schöcklland sind schlicht und einfach. Lediglich ein Namensschild macht auf die Grabstätte aufmerksam. Die Grabpflege übernimmt die Natur. Grabschmuck ist nicht erlaubt.

Wie werden die Trauerfeiern und Beisetzungen abgehalten?

Die Beisetzung im FriedWald kann ganz individuell gestaltet werden. So, wie es sich der Verstorbene gewünscht hätte, oder wie es sich die Angehörigen vorstellen.

Im FriedWald haben Sie Raum und Zeit für Ihre eigenen Ideen, aber auch traditionelle Rituale sind möglich.

In vielen Fällen wird die Beisetzung im FriedWald kirchlich begleitet. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche nimmt Beisetzungen im FriedWald vor. Sie können die Verabschiedung aber auch von einem Trauerredner gestalten lassen.

Welche Rolle spielt der FriedWald-Förster bei Beisetzungen?

Jede Beisetzung wird von einem FriedWald-Förster begleitet, der aber eine Rolle im Hintergrund einnimmt. Der FriedWald-Förster empfängt die Trauergesellschaft und begleitet sie zum Baumgrab. Dort senkt er die Urne in die Graböffnung ab. Je nach Wunsch verweilt der FriedWald-Förster mit am Grab oder zieht sich zurück.

Welche Rolle spielt der Bestatter bei Beisetzungen im FriedWald Schöcklland?

Wenn der Verstorbene bereits zu Lebzeiten eine Ruhestätte im FriedWald erworben hat, müssen die Angehörigen den Bestatter hierüber informieren.

Hierbei ist es wichtig, dem Bestatter mitzuteilen, dass schon ein Vertrag über eine Grabstätte im FriedWald vorliegt. Selbstverständlich kann auch im Trauerfall eine Baumauswahl erfolgen. Im FriedWald Schöcklland ist im Sterbefall eine Vertragsschließung zur Beisetzung im FriedWald notwendig („FriedWald-Bestattungsvertrag“). Der Bestatter ist zudem für die Überführung des Verstorbenen zuständig.

Ist die Beisetzung im FriedWald Schöcklland wohnortgebunden?

Nein, Sie können sich unabhängig von Ihrem Wohnort für jeden FriedWald-Standort in Österreich entscheiden.

Gibt es auch Erdbestattungen im FriedWald Schöcklland?

Voraussetzung für eine Beisetzung in einem FriedWald ist die Einäscherung. Eine Erdbestattung im FriedWald ist aus bestattungsrechtlichen Gründen nicht möglich.

Können im FriedWald Schöcklland auch Tiere beigesetzt werden?

Nein, im FriedWald ist es nicht möglich, Tiere oder die Asche von Tieren beizusetzen.

Kann auch im Falle einer Körperspende eine Beisetzung im FriedWald erfolgen?

Ja, das ist möglich. Auch Menschen, die ihren Körper nach dem Tod der Forschung zur Verfügung stellen, können in einem FriedWald beigesetzt werden.

Wichtig jedoch ist, diesen Wunsch ausdrücklich in der schriftlichen Vereinbarung zur Körperspende zu vermerken und mit den Ansprechpartnern bei den Anatomie-Instituten zu besprechen, damit der Wunsch nach einer FriedWald-Beisetzung entsprechend berücksichtigt werden kann.

Sicherheit im FriedWald Schöcklland

In wessen Verantwortung liegt die Betreuung eines FriedWald-Standortes?

Die FriedWald-Förster sind Betreuer vor Ort, zeigen und erklären das Konzept, den Wald und die Region.

Die Verwaltung und terminliche Organisation für jeden FriedWald übernimmt der Kundenservice des jeweiligen Standorts.

Wie wird gewährleistet, dass der Baum bis zu 99 Jahre gesichert ist? Und was passiert, wenn FriedWald seine unternehmerische Tätigkeit aufgibt?

Der FriedWald erfährt eine Widmung wie ein Friedhof, das heißt, der Wald muss ausdrücklich als Friedhofsgelände ausgewiesen werden. Er steht in privater Trägerschaft durch ein Unternehmen und/oder einen Waldbesitzer. Wenn ein Träger den Vertrag beenden/oder nicht verlängern sollte, muss die Gemeinde einen neuen Träger suchen. Der FriedWald ist und bleibt daher ein Bestattungsort und das ganz unabhängig vom Unternehmen FriedWald. Zudem erhalten Sie von uns eine Verleihungsurkunde über das Nutzungsrecht Ihres Baumes.

Was geschieht, wenn der Baum vom Blitz getroffen oder anderweitig geschädigt wird?

Eine Entscheidung für FriedWald ist auch immer eine Entscheidung für die Natur. Daher sind Schäden durch Blitz, Unwetter oder Baumkrankheiten nicht auszuschließen. Damit der Ort des Gedenkens erhalten werden kann, haben wir vorgesorgt und werden im Schadensfall umgehend mit Ihnen Kontakt aufnehmen und alles mit Ihnen individuell besprechen. Ist am Baum Ihrer Wahl noch niemand beigesetzt, können Sie sich im Schadensfall kostenfrei einen anderen Baum aussuchen. Ist schon jemand bestattet, nehmen wir eine Ersatzpflanzung vor oder ein Baum in der Nähe übernimmt die Stellvertreterfunktion.

Graben Wildschweine und andere wilde Tiere die Urnen nicht etwa aus?

Urnen sind für Wildschweine absolut uninteressant, denn sie riechen nach nichts Essbarem. Der Grund: Die Urnen bestehen aus einem biologisch abbaubaren Materialmix aus Holzpartikeln und einem Naturleim. Dieses sogenannte Biopolymer sorgt dafür, dass die Urne im Boden nach einigen Jahren zersetzt wird. Gleichzeitig enthält es keinen Geruchsstoff, der für Tiere in irgendeiner Form attraktiv wäre; das Gleiche gilt auch für die Asche der Verstorbenen. Darüber hinaus erfolgen die Beisetzungen in einer ausreichenden Tiefe von 70 Zentimetern.

Welche Rolle spielen forstliche Arbeiten/Baumpflegearbeiten im FriedWald Schöcklland?

Um eine Ruhezeit von bis zu 99 Jahren gewährleisten zu können, sind Pflegemaßnahmen im FriedWald unerlässlich. Die Arbeiten dienen der Sicherung des Baumbestandes sowie der Sicherheit der Besucher im Wald. Daher kann es im Friedwald Schöcklland immer wieder zu Forstarbeiten kommen.

Wie stellt FriedWald sicher, dass das Ökosystem durch die Bestattung nicht angegriffen wird?

Bei Beisetzungen im FriedWald Schöcklland werden ausschließlich biologisch abbaubare Urnen eingesetzt, deren Unbedenklichkeit von unabhängigen Gutachtern bestätigt wurde.

Enthält die Asche von Toten giftige Substanzen?

Jeder tote Körper enthält Gifte. Durch die hohen Temperaturen beim Verbrennungsvorgang werden sie jedoch anders als bei der Erdbestattung weitgehend vernichtet.

Geht von Kremationsasche eine Gefahr für Wald und Boden aus?

Nein. Selbst die regelmäßige Beprobung des Grundwassers durch unabhängige Gutachter ergab bisher keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung.

Muss ein FriedWald eingezäunt sein?

In Österreich ist eine Einfriedung nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es genügt eine Beschilderung der FriedWald-Grenzen.

Forstliche Pflege im FriedWald Schöcklland

Was unterscheidet aus forstwirtschaftlicher Sicht einen FriedWald von einem normalen Wald?

In einem „normalen“ Wirtschaftswald werden die Bäume genutzt, sobald sie einen vorab definierten Durchmesser erreicht haben, sie werden gezielt für die Holzernte gepflegt. Im FriedWald geht es um den Erhalt der ausgewählten Bestattungsbäume. Darüber hinaus gibt es im FriedWald eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Beschaffenheit der Wege und die Zugänglichkeit der FriedWald-Bäume. Grundsätzlich bleibt der Wegezustand zwar waldtypisch, dennoch müssen gelegentlich Wege gepflegt und freigeschnitten werden, um einen für den Besucher akzeptablen Zustand zu schaffen oder zu erhalten.

Was genau geschieht bei einer Durchforstung vor Eröffnung eines neuen FriedWald-Standortes?

Im FriedWald bleiben viele alte Bäume erhalten. Bei einer vorbereitenden Durchforstung entnehmen wir frühzeitig die Bäume, die den künftigen FriedWald-Bäumen zu viel Licht nehmen. Wir nennen diese Bäume Bedränger. Der Aufbau und die Pflege eines stabilen Baum-Bestandes erfordert sehr viel Fachkenntnis. Es dürfen auch nicht zu viele Bäume entnommen werden.

Warum werden nach einer Eröffnung im FriedWald-Bäume gefällt?

Aus Verantwortung für die FriedWald-Bäume entnehmen wir hin und wieder zu engstehende Bäume. Wir nennen das Bestandspflege. Ein anderer Grund für Fällungen ist die Sicherheit. Es kann immer wieder vorkommen, dass Bäume ihre Vitalität verlieren. In diesen Fällen entnehmen wir sie, damit von ihnen keine Gefahr für Besucher ausgeht.

Werden auch verkaufte Bäume gefällt?

Eine Entscheidung für FriedWald ist auch immer eine Entscheidung für die Natur. Daher sind Schäden durch Blitz, Unwetter oder Baumkrankheiten nicht auszuschließen. Verkaufte Bäume entnehmen wir nur in solchen äußersten Notsituationen. Diente ein solcher Baum bereits als Bestattungsort, kann der Kunde einen neuen Baum in unmittelbarer Nachbarschaft auswählen. Ist dies nicht der Fall, pflanzen wir einen neuen Baum.

Werden auch Bäume mit Spechthöhlen gefällt? Fledermäuse und seltene Käfer könnten diese bewohnen, Vögel in ihnen nisten.

Bäume, die von Tieren als Wohn- oder Nistplatz genutzt werden, fällen wir nur dann, wenn von ihnen eine Gefahr für unsere Besucher ausgeht.

Können Kunden sicher sein, dass der FriedWald so bleibt, wie sie ihn kennengelernt haben?

Ein Wald entwickelt sich auf natürliche Weise immer weiter. Er ist kein starres Gebilde. Er wächst, er wird älter und er verjüngt sich wieder. Den FriedWald erhalten und pflegen wir im Sinne unserer Kunden. Um eine Ruhezeit von bis zu 99 Jahren gewährleisten zu können, sind jedoch Pflegemaßnahmen im FriedWald unerlässlich. Dazu gehört auch, dass wir manche Bäume entnehmen, weil sie andere Bäume bedrängen. Das ist wichtig für das gesunde Fortbestehen unserer FriedWald-Bäume. Manche Bäume müssen gefällt werden, weil sie ein Sicherheitsrisiko für unsere Besucher darstellen. Solche Forstmaßnahmen führen wir jedoch mit Maß und Ziel durch. Natürlich kann sich dadurch auch das Waldbild verändern.

Wer führt die Baumkontrollen im FriedWald durch?

Ausgebildete Förster übernehmen die Kontrollen. Bei ihren Begehungen legen sie die notwendigen Maßnahmen fest. Die Umsetzung liegt beim Waldbesitzer.

Darf im FriedWald Schöcklland gejagt werden?

Nein. FriedWald-Standorte sind Friedhöfe, in denen die Jagd ruht.

Wie stehen die Kirchen zum Thema FriedWald?

FriedWald erfüllt alle Bedingungen christlicher Kirchen, unter denen Geistliche eine Beisetzung in einem Bestattungswald begleiten können.

Tragen Kunden mit ihrem Geld zum Erhalt des Waldes bei?

Die Natur- und Umweltverträglichkeit ist uns bei der angebotenen Bestattungsform besonders wichtig. Mit den Einnahmen aus dem FriedWald, können wir alte Baumbestände pflegen und für die Nachwelt erhalten. Manche unserer Eichen und Buchen sind mehrere hundert Jahre alt.

Standortentwicklung

Wie viele Menschen besuchen einen FriedWald?

Die Widmung eines FriedWald-Standortes erhöht den Besucherverkehr nur unwesentlich. Bei Standorten mit wenigen Baumverkäufen im Jahr (circa 50) beträgt die Besucherfrequenz drei Personen pro Tag. Bei mittleren Baumverkäufen (circa 100) sind es vier bis fünf Personen pro Tag, und selbst bei Standorten mit einer hohen Zahl an Baumverkäufen (circa 150) ist mit nicht mehr als sieben bis acht Personen pro Tag zu rechnen.

Wie ist ein FriedWald ausgestattet?

Ein FriedWald ist Teil eines naturnahen Waldgebietes. Außer einem Parkplatz am Eingang (15 bis 20 Stellplätze) und dem meist schon vorhandenen Netz aus Wegen und Rückegassen werden keine weiteren baulichen Einrichtungen benötigt. Auf einer Waldlichtung wird ein Andachtsplatz eingerichtet, auf dem auch ein Holzkreuz stehen kann. Sitzmöglichkeiten an den Hauptwegen laden zum Kraftschöpfen und Innehalten ein.

Muss ein FriedWald in Österreich eingezäunt sein?

In Österreich ist eine Einfriedung nicht gesetzlich vorgeschrieben. Es genügt eine Beschilderung der FriedWald-Grenzen.

Wie wird der Bestattungsort bis zu 99 Jahre rechtlich gesichert?

Der FriedWald erfährt eine Widmung wie ein Friedhof und steht in privater Trägerschäft durch ein Unternehmen und/oder einen Waldbesitzer. Wenn ein Träger den Vertrag beenden/oder nicht verlängern sollte, muss die Gemeinde einen neuen Träger suchen. Der FriedWald ist und bleibt daher ein Bestattungsort und das ganz unabhängig vom Unternehmen FriedWald.

Ergänzend ist die Fläche zugunsten der Trägerkommune durch eine in das Grundbuch eingetragene beschränkt persönliche Dienstbarkeit gesichert. Damit ist und bleibt der FriedWald Bestattungsort – gemäß den gesetzlichen Regelungen und unabhängig vom Unternehmen FriedWald.

Ist das Betreten eines FriedWald-Standortes zur Erholung möglich?

Als Teil eines größeren Waldgebietes bleibt ein FriedWald auch nach seiner Widmung für alle Erholungsuchenden zugänglich. Das allgemeine Betretungsrecht des Waldes wird also in keiner Weise eingeschränkt, lediglich das Verhalten der Menschen sollte der Würde des Ortes angemessen sein.